Spinraza – Zugang Erwachsene Spezialitätenliste und Limitatio


Spinraza auf der Spezialitätenliste

Ab dem 1. Juli 2020 ist nun Spinraza auf die Spezialitätenliste des BAG aufgenommen und somit auch für 5a SMA Betroffene von über 20 Jahren zugänglich. Ein riesiger Erfolg und Meilenstein (s. auch hier)!

Mitteilung von Biogen Switzerland AG (1.7.2020)

Haben nun alle Zugang zu Spinraza?

Nein, der Zugang zu Spinraza wird mit der sogenannten Limitatio eingeschränkt; diese ist befristet bis am 31.12.2022. Für Betroffene unter 20 Jahren gilt weiterhin die Limitatio des IV-Rundschreibens Nr. 397 des BSV.

Die Details können hier nachgelesen werden.

Von der Behandlung mit Spinraza bei den über 20-Jährigen ausgeschlossen sind:

  • Betroffene mit Typ 0, 1 und IV
  • Betroffene, bei denen eine Lumbalpunktion nicht möglich ist
  • Patienten, die eine Dauerbeatmung oder eine Tracheostomie haben
  • Patienten, die andere Behandlungen anwenden (z.B. Zolgensma, Risdiplam etc.)

Eine Therapie abrechen müssen:

  • Patienten, die während der Therapie neu eine Dauerbeatmung oder eine Tracheostomie benötigen, falls sich gleichzeitig die motorischen Funktionen verschlechtern
  • Gesamtverschlechterung der motorischen Funktionen während der Behandlung ohne alternative Begründung dafür. 
Was ist die Spezialitätenliste?

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erstellt sowohl die Liste der pharmazeutischen Spezialitäten und konfektionierten Arzneimittel mit Preisen (Spezialitätenliste, SL) als auch die Liste der in der Rezeptur verwendeten Präparate, Wirk- und Hilfsstoffe mit Tarif (ALT). Die Listen enthalten diejenigen Preise bzw. Tarife, die von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) höchstens vergütet werden.

Die SL enthält die von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) vergüteten Originalpräparate und günstigeren Generika mit Preisen. Ein von Swissmedic zugelassenes, in der SL gelistetes Arzneimittel muss wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein. Es kann mit einer Limitierung versehen werden. 

Ein riesiger Erfolg nach einer über zwei Jahre langer Wartezeit – ein grosses Dankeschön an alle Beteiligten!

Trotzdem:
SMA Schweiz setzt sich weiter für einen Zugang zu einer Therapieoption für ALLE Betroffenen ein und auch dafür, dass jeder Einzelne künftig die für ihn / sie optimale Therapie erhalten kann.